Gewerbekälte

Kühlräume planen Leitfaden für Raumgröße und Kältebedarf

Kühlräume planen: Leitfaden mit Rechenschritten für Raumgröße, Richtwerte in Watt pro Kubikmeter, DIN 10508, VDI 2050 und Beispielkosten inklusive MwSt.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Kühlräume planen heißt zuerst rechnen: Warenarten, Tagesmengen und Vorhaltedauer bestimmen Raumgröße und Kältebedarf.
  • Als Startwerte gelten 50 bis 80 Watt pro Kubikmeter bei Kühlzellen bis 15 Kubikmeter, 30 bis 50 Watt pro Kubikmeter bei mittleren Räumen und 15 bis 30 Watt pro Kubikmeter bei großen Kühlräumen.
  • Den Bedarf bestimmen Transmission, Warenlast, Luftwechsel, Personen, Beleuchtung, Abtauung und ein Sicherheitszuschlag von 10 bis 20 Prozent.
  • DIN 10508 liefert Temperaturrichtwerte für Lebensmittel, VDI 2050 beschreibt Anforderungen an Technikzentralen.
  • Ein Kühlraum mit 12 Kubikmetern Nutzinhalt kostet im Beispiel 10.000 bis 15.000 Euro netto, das sind 11.900 bis 17.850 Euro inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer.

Phase 1: Bedarfsanalyse (Tag 1 bis 5)

Zuständig ist der Betreiber, unterstützt von einem Fachplaner für Kältetechnik. In den ersten zwei Tagen werden Warenarten, Temperaturzonen, Tagesmengen und Anlieferzeiten erfasst. Wer diesen Schritt überspringt, plant später an der eigenen Logistik vorbei.

Vor dem ersten Ortstermin wertet der Betreiber die letzten zwölf Monate aus: Wareneingang, Retouren, Saisonverlauf und Personenzahl im Kühlbereich. Diese Zahlen bilden die Grundlage jeder Auslegung.

Am dritten Tag entsteht das Mengengerüst. Erfasst werden Anliefermenge je Tag, Vorhaltedauer, Umschlagshäufigkeit und Spitzen an starken Verkaufstagen. Ein Wochenmittel führt fast immer zu einer zu kleinen Anlage.

Am vierten Tag werden die Temperaturzonen festgelegt. Typische Richtwerte sind 0 bis +2 Grad Celsius für Fleisch und Fisch, +2 bis +8 Grad Celsius für Molkereiprodukte, +6 bis +10 Grad Celsius für Obst und Gemüse sowie -18 Grad Celsius für Tiefkühlware.

Die Verordnung (EG) Nr. 852/2004 zur Lebensmittelhygiene verpflichtet Lebensmittelunternehmer zu Hygienemanagement und zur Einhaltung der Kühlkette. Daraus ergeben sich die Aufzeichnungspflichten, die später in der Regelungstechnik abgebildet werden.

Am fünften Tag steht das Lastenheft: Temperaturzonen, Mengen, Anschlussleistung, Aufstellort, Betriebszeiten und Vorgaben für die Dokumentation. Betreiber und Planer geben es gemeinsam frei.

Phase 2: Raumgröße berechnen (Woche 2)

Die Raumgröße folgt aus drei Rechenschritten. Zuerst wird die Vorhaltemenge bestimmt, also Tagesmenge mal Vorhaltetage. Danach folgt der Nutzinhalt in Kubikmetern, indem die Vorhaltemenge durch die Lagerdichte geteilt wird.

Für Regalbetrieb mit Kisten und Kartons liegt die Lagerdichte bei 100 bis 200 Kilogramm je Kubikmeter. Hängende Ware, Paletten und loses Schüttgut haben andere Werte. Die Lagerdichte gehört deshalb ausdrücklich ins Lastenheft.

Der dritte Schritt liefert das Raumvolumen: Nutzinhalt mal Zuschlag von 1,3 bis 1,4. Dieser Zuschlag deckt Gänge, Türbereich, Verdampferabstand und Luftführung ab. Die Grundfläche ergibt sich aus dem Raumvolumen geteilt durch die lichte Höhe, üblich sind 2,2 bis 2,6 Meter.

Die folgende Übersicht zeigt typische Kombinationen für Fleisch, Wurst und gekühlte Fertigware bei einer Lagerdichte von 150 Kilogramm je Kubikmeter.

Vorhaltemenge Nutzinhalt bei 150 kg/m³ Raumvolumen mit Zuschlag 1,35 Grundfläche bei 2,4 m Höhe
900 kg 6,0 m³ 8,1 m³ 3,4 m²
1.200 kg 8,0 m³ 10,8 m³ 4,5 m²
2.000 kg 13,3 m³ 18,0 m³ 7,5 m²
3.000 kg 20,0 m³ 27,0 m³ 11,3 m²
6.000 kg 40,0 m³ 54,0 m³ 22,5 m²

Kleine Räume verlieren über die Hüllfläche überproportional viel Kälte. Kühlzellen unter vier Quadratmetern Grundfläche sind selten wirtschaftlich. Für Palettenbetrieb sind mindestens 1.000 Millimeter lichte Türbreite nötig, für Handtransport rund 800 Millimeter.

Regalsysteme bestimmen die nutzbare Höhe. Bei Steckregalen mit vier Ebenen liegt die höchste Ablage selten über 1,9 Metern. Über dem obersten Regalboden sind mindestens 300 Millimeter für die Luftführung des Verdampfers einzuplanen.

Der Boden muss rutschhemmend, fugenarm und für die Reinigung geeignet sein. Beschichtete Paneele mit verrundeten Ecken erleichtern die Hygiene. Ein Bodenablauf mit Gefälle gehört bei Räumen mit Nassreinigung dazu.

Ein Kältevorhang oder Luftschleier über der Tür senkt den Luftwechsel spürbar. Bei stark frequentierten Räumen gehört er zur Grundausstattung. Türdichtungen sind Verschleißteile und werden jährlich geprüft.

Der Transportweg zur Baustelle wird häufig vergessen. Kühlzellen kommen in Segmenten, die durch Flure, Türen und Aufzüge passen müssen. Das prüft der Planer vor der Bestellung.

Phase 3: Kältebedarf in Watt pro Kubikmeter

Der Kältebedarf wird für die ungünstigste Stunde berechnet: warme Anlieferung, hohe Außentemperatur, Personenzutritt. Daraus entsteht die Kälteleistung, die das Aggregat bei der geplanten Verdampfungstemperatur liefern muss.

Gerechnet wird in fünf Blöcken:

  1. Transmission durch Wände, Decke, Boden und Tür.
  2. Warenlast beim Abkühlen des eingebrachten Guts.
  3. Luftwechsel beim Türöffnen und über Undichtigkeiten.
  4. Wärme von Personen, Beleuchtung, Ventilatoren und Abtauheizung.
  5. Sicherheitszuschlag von 10 bis 20 Prozent.

Als Startwerte für die überschlägige Auslegung gelten die folgenden Richtwerte. Sie beziehen sich auf das Raumvolumen und eine Umgebungstemperatur von 25 Grad Celsius.

Nutzinhalt Raumtemperatur Richtwert Kältebedarf
5 bis 15 m³ +2 bis +8 °C 50 bis 80 W/m³
15 bis 50 m³ +2 bis +8 °C 30 bis 50 W/m³
mehr als 50 m³ +2 bis +8 °C 15 bis 30 W/m³
5 bis 15 m³ -18 bis -22 °C 90 bis 130 W/m³
15 bis 50 m³ -18 bis -22 °C 60 bis 90 W/m³
mehr als 50 m³ -18 bis -22 °C 40 bis 60 W/m³

In kleinen Zellen ist der spezifische Wert hoch, weil viel Hüllfläche auf wenig Volumen kommt. Mit wachsender Raumgröße sinkt der Wert, weil die Oberfläche je Kubikmeter abnimmt.

Tiefkühlräume brauchen deutlich mehr Leistung je Kubikmeter. Der Temperaturunterschied zur Umgebung ist größer, und die Abtauzeiten des Verdampfers gehören zur Auslegung dazu.

Kälteleistung wird immer bei einer definierten Verdampfungstemperatur angegeben. Ein Aggregat mit 2.000 Watt bei minus 10 Grad Celsius liefert bei minus 20 Grad Celsius spürbar weniger. Diese Angabe gehört in jede Anfrage.

Ebenso wichtig ist die Rückkühlung. Die Abwärme muss abgeführt werden, über einen Verflüssiger im Freien oder einen Technikraum. Schallemissionen sind im Außenbereich und in Wohnnähe ein Planungsthema.

Rechenbeispiel für einen Kühlraum mit 25 Kubikmetern

Ein Kühlraum mit 25 Kubikmetern Nutzinhalt soll auf +2 Grad Celsius gehalten werden. Mit 40 Watt pro Kubikmeter ergibt die Überschlagsrechnung 1.000 Watt.

Hinzu kommt die Warenlast. 300 Kilogramm Fleisch kühlen von +8 auf +2 Grad Celsius ab. Bei rund 3,2 Kilojoule je Kilogramm und Kelvin und einer Abkühlung binnen vier Stunden sind das etwa 400 Watt.

Auf die Summe von 1.400 Watt kommt ein Sicherheitszuschlag von 15 Prozent, also 210 Watt. Die Anlage muss damit rund 1.610 Watt Kälteleistung bereitstellen.

Die Verdampfungstemperatur liegt 6 bis 10 Kelvin unter der Raumtemperatur, hier also bei etwa minus 6 bis minus 8 Grad Celsius. Invertergeregelte Verflüssigungssätze passen die Leistung an und senken den Verbrauch bei Teillast.

Phase 4: Normen und Vorschriften einordnen (Woche 2)

Die DIN 10508 Lebensmittelhygiene, Temperaturen für Lebensmittel, ordnet Lebensmittelgruppen Temperaturbereiche zu. Sie ist die Grundlage für die Sollwerte im Lastenheft und für die Prüfung, ob ein Kühlraum zur Ware passt.

Die VDI 2050 Anforderungen an Technikzentralen betrifft Flächenbedarf und Zugänglichkeit von Kältemaschinen. Sie greift, sobald Aggregat, Rückkühler oder Verflüssigungssatz in einem Technikraum stehen.

Für Anlagen mit fluorierten Kältemitteln gilt die Verordnung (EU) Nr. 517/2014 über fluorierte Treibhausgase. Sie schreibt Dichtheitskontrollen in festen Intervallen vor: alle 12 Monate bei 5 bis 50 Tonnen CO2-Äquivalent, alle 6 Monate bei 50 bis 500 Tonnen und alle 3 Monate oberhalb von 500 Tonnen.

Mit einem Leckage-Erkennungssystem verlängern sich die Intervalle auf 24, 12 beziehungsweise 6 Monate. Füllmenge und CO2-Äquivalent gehören deshalb in die Anlagendokumentation. Betreiber bewahren diese Aufzeichnungen mindestens fünf Jahre auf.

Bei der Kältemittelwahl hat sich das Bild verschoben. R404A ist wegen seines hohen Treibhauspotenzials kaum noch erste Wahl. Häufig kommen R448A und R449A zum Einsatz, dazu natürliche Kältemittel wie Kohlendioxid, Propan und Ammoniak. Propan ist brennbar und verlangt zusätzliche Schutzmaßnahmen.

Die Verordnung (EU) 2015/1095 mit Ökodesign-Anforderungen betrifft gewerbliche Kühlgeräte, Verflüssigungssätze und Prozesskühler. Effizienzangaben gehören damit in jede Ausschreibung für Kühlraumtechnik.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag zu Energiethemen bündelt Hinweise zu Effizienzpflichten und Förderfragen. Betriebe finden dort eine erste Orientierung, wenn Investitionen in Kältetechnik anstehen.

Temperaturüberwachung und Dokumentation einplanen

Temperaturüberwachung ist kein Zubehör, sondern Teil der Auslegung. Messstellen werden an repräsentativen Punkten gesetzt, nicht direkt an der Tür und nicht im Luftstrom des Verdampfers.

Bewährt sind zwei Messebenen: die Lufttemperatur im Raum und die Produkttemperatur in der Ware. Datenlogger zeichnen beide Werte mit Zeitstempel auf und lösen bei Abweichung Alarm per E-Mail oder SMS aus.

Die Sollwerte stammen aus dem Lastenheft und orientieren sich an der DIN 10508. Alarmgrenzen werden so gesetzt, dass das Personal reagieren kann, bevor die Ware außerhalb des zulässigen Bereichs liegt.

Fühler müssen kalibriert werden, üblich ist ein jährlicher Nachweis. Die Auswertung erfolgt täglich durch das Personal und monatlich durch den Betreiber. Auffälligkeiten gehören in die HACCP-Unterlagen.

Eine nachträgliche Rekonstruktion von Temperaturen ist nicht möglich. Fehlt die Aufzeichnung, ist die Kühlkette im Streitfall nicht belegt, und genau das prüft die zuständige Lebensmittelüberwachung.

Phase 5: Ausschreibung und Anbieterauswahl (Woche 3 bis 5)

Das Leistungsverzeichnis nennt Nutzinhalt, Temperatur, Kälteleistung bei definierter Verdampfungstemperatur, Kältemittel, Regelung, Fernüberwachung und Wartungsumfang. Fehlt die Verdampfungstemperatur, sind Angebote nicht vergleichbar.

Beim Vergleich zählen Kälteleistung, Kältemittel und Treibhauspotenzial, Schallleistung, Aufstellmaße, Wartungsintervall und Ersatzteilverfügbarkeit. Auch die Reaktionszeit des Dienstleisters bei Störungen gehört in die Bewertung.

Zu den bekannten Anbietern für Kühlraumtechnik und gewerbliche Kälte zählen Viessmann Kältetechnik und Carrier mit seinem Programm für gewerbliche Kühlung. Carrier beschreibt dort Kühlräume, Verflüssigungssätze und Dienstleistungen für den gewerblichen Bereich.

Für Kühlmöbel und gewerbliche Kühl- und Gefriergeräte ist Liebherr ein etablierter Anbieter. Die Übersicht gewerblicher Kühl- und Gefriergeräte von Liebherr nennt Baureihen und Auswahlkriterien für den Verkaufsraum, nicht für den Kühlraum.

Kühlraumtechnik und Kühlmöbel sind zwei Gewerke. Getrennte Lose mit klaren Schnittstellen verhindern Diskussionen über Zuständigkeiten, wenn Temperaturen abweichen.

Der Zeitplan: In Woche 3 gehen Anfragen an mindestens drei Anbieter. In Woche 4 folgen Angebotsvergleich und Rückfragen. In Woche 5 wird vergeben. Vertraglich geregelt werden Gewährleistung, Reaktionszeit und Ersatzteilversorgung.

Phase 6: Kosten einordnen und Budget freigeben (Woche 4)

Die folgende Beispielrechnung zeigt Orientierungswerte inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer. Enthalten sind Kühlzelle, Kälteaggregat, Regelung, Montage und Inbetriebnahme, nicht jedoch Bauleistungen und Elektroanschluss.

Kühlraum Nutzinhalt Netto in Euro MwSt. 19 % in Euro Brutto in Euro
Kühlzelle +2 °C 12 m³ 10.000 bis 15.000 1.900 bis 2.850 11.900 bis 17.850
Kühlraum +2 °C 25 m³ 16.000 bis 24.000 3.040 bis 4.560 19.040 bis 28.560
Kühlraum +5 °C 45 m³ 25.000 bis 35.000 4.750 bis 6.650 29.750 bis 41.650
Gefrieraum -18 °C 35 m³ 30.000 bis 45.000 5.700 bis 8.550 35.700 bis 53.550

Bauleistungen, Estrich, Bodenablauf und Elektroinstallation kommen je nach Objekt mit mehreren tausend Euro hinzu. Planungskosten liegen häufig bei 5 bis 10 Prozent der Anlagensumme und werden gern vergessen.

Wartungsverträge kosten meist 400 bis 900 Euro netto pro Jahr. Enthalten sind Sichtprüfung, Dichtheitskontrolle und die Reinigung des Verflüssigers.

Ein zweites Rechenbeispiel betrifft den Strom. Bei 3.000 Betriebsstunden im Jahr und rund 600 Watt Aufnahmeleistung fallen etwa 1.800 Kilowattstunden an. Bei 0,25 Euro je Kilowattstunde sind das rund 450 Euro Stromkosten im Jahr.

Ein verschmutzter Verflüssiger und eine unnötig tiefe Verdampfungstemperatur treiben diesen Verbrauch nach oben. Diese Betriebskosten laufen über die gesamte Nutzungsdauer weiter, die Anschaffung fällt nur einmal an.

Phase 7: Montage, Inbetriebnahme und Abnahme (Woche 6 bis 8)

Die Montage folgt einem festen Ablauf, den Betreiber und Fachbetrieb vorher schriftlich abstimmen:

  1. Tag 1 und 2: Aufbau der Kühlzelle mit Dämmung, Boden und Tür.
  2. Tag 3: Montage von Aggregat und Kältemittelleitung.
  3. Tag 4: Elektroanschluss, Regelung, Fühler und Alarmierung.
  4. Tag 5: Dichtheitsprüfung, Evakuieren, Füllen, Inbetriebnahme.
  5. Tag 6 bis 19: Probebetrieb mit Temperaturaufzeichnung.

Am Tag 20 folgt die Abnahme mit Übergabeprotokoll und Einweisung des Personals. Erst danach beginnt die Gewährleistungsfrist.

Checkliste für die Abnahme

  • Temperaturprotokoll über 14 Tage, Sollwerte erreicht und gehalten.
  • Dichtheitsprüfung dokumentiert, Füllmenge und CO2-Äquivalent eingetragen.
  • Abtauzyklen, Türschließer, Kältevorhang und Alarm geprüft.
  • Wartungsplan und Reaktionszeit des Dienstleisters schriftlich.
  • Einweisung dokumentiert, HACCP-Unterlagen ergänzt.

An der Abnahme nehmen Betreiber, Fachbetrieb und bei großen Anlagen ein Sachverständiger teil. Arbeiten am Kältekreis dürfen nur Fachbetriebe mit sachkundigem Personal nach der Chemikalien-Klimaschutzverordnung ausführen.

Bei Kontrollen prüft die zuständige Lebensmittelüberwachung die Temperaturaufzeichnungen. Lücken in der Dokumentation sind der häufigste Grund für Beanstandungen.

Phase 8: Wartung und Betrieb ab Woche 9

Nach der Abnahme wechselt das Projekt in den Betrieb. Der Betreiber verantwortet Temperaturen, Reinigung und Aufzeichnung, der Fachbetrieb die Technik.

Die jährliche Wartung umfasst Sichtprüfung, Dichtheitskontrolle, Reinigung des Verflüssigers und die Prüfung der Türdichtungen. Bei stark beanspruchten Anlagen ist ein halbjährlicher Rhythmus sinnvoll.

Der Verflüssiger wird ein- bis zweimal jährlich gereinigt, bei Staub- oder Fettbelastung häufiger. Verdampfer und Ablaufwanne gehören in denselben Termin, sonst wächst die Vereisung.

Störungen werden über die Regelung gemeldet. Wichtig ist eine hinterlegte Rufkette mit Namen und Erreichbarkeit, damit nachts nicht der Hausmeister entscheidet.

Alle Prüfungen werden schriftlich festgehalten und mindestens fünf Jahre aufbewahrt. Diese Dokumentation ist die Grundlage für Gewährleistung, Versicherung und lebensmittelrechtliche Kontrollen.

Häufige Fragen

Wie groß muss ein Kühlraum mindestens sein?

Für Handbetrieb liegen Kühlzellen selten unter vier Quadratmetern Grundfläche. Darunter stehen Türverluste, Verdampferfläche und Abtautechnik in keinem guten Verhältnis zum Nutzen.

Wie viel Watt pro Kubikmeter braucht ein Kühlraum?

Für mittlere Kühlräume mit 15 bis 50 Kubikmetern gelten 30 bis 50 Watt pro Kubikmeter als Startwert. Kleine Kühlzellen brauchen 50 bis 80 Watt, große Räume über 50 Kubikmeter 15 bis 30 Watt pro Kubikmeter.

Welche Temperaturen gibt die DIN 10508 vor?

Die Norm ordnet Lebensmittelgruppen Temperaturbereiche zu. Typisch sind 0 bis +2 Grad Celsius für Fleisch und Fisch, +2 bis +8 Grad Celsius für Molkereiprodukte und -18 Grad Celsius für Tiefkühlware.

Was kostet ein Kühlraum inklusive Mehrwertsteuer?

Ein Kühlraum mit 12 Kubikmetern Nutzinhalt liegt bei 11.900 bis 17.850 Euro brutto. Für 45 Kubikmeter sind 29.750 bis 41.650 Euro brutto ein realistischer Rahmen.

Wer darf eine Kälteanlage in Betrieb nehmen?

Nur Fachbetriebe mit sachkundigem Personal nach der Chemikalien-Klimaschutzverordnung. Dichtheitskontrolle, Evakuieren und Füllen sind keine Aufgaben für Hausmeister oder Betreiberpersonal.

In diesem Leitfaden

  1. Kühlraum-Anbieter im Vergleich: Lieferung, Montage und WartungKühlraum-Anbieter im Vergleich: Carrier, Viessmann Kältetechnik und Epta mit Lieferung, Montage, Wartung und typischen Montagepreisen in Euro.
  2. Kosten für Kühlräume: Investition, Betrieb und Wartung pro JahrKosten für Kühlräume: Investition für 12 Quadratmeter in Euro, jährliche Strom- und Wartungskosten, Beispielrechnung, Amortisation und BAFA-Förderung.
  3. Anleitung: Kühlräume planen von der Bedarfsanalyse bis zur AbnahmeKühlräume planen: Anleitung von der Bedarfsanalyse über Kühllast und Kälteanlage bis zur Abnahme mit Protokoll, DIN 10508, VDI 2050 und Handwerkskammer.

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